Irgendwo in Rumänien

Im Sommer 2016 ging es nach Rumänien. Genau genommen ins Hargita Gebirge und die angrenzenden Karpaten. Es sollten zwei anstrengende und eindrucksvolle Wochen werden. Slow down in einer anderen Welt und meist im Schrittempo bergauf – bergab. Das einzige das schnell ging war das Aufbauen des Zelts, die eingesparte Zeit musste man allerdings morgens in den Rückbau desselben investieren.

Die Gruppe umfasste 14 Reiter! Trotzdem war es eigentlich meist ganz angenehm zu reiten, auch wenn ich mich oft wundern musste wie einige immer kopflos und ohne sich umzuschauen nachritten, trabten, galoppierten, während hinten auch mal geführt oder gerade aufgesessen wurde. Die Reiter verstanden sich eigentlich alle ganz gut (mein Eindruck), auch wenn die Art des Guide doch eher an eine militärische Übung als an Urlaub erinnerte. Naja, vielleicht habe ich ihn bloss nicht verstanden, den Rumänisch-Ungarischen Witz. Er war jedenfalls am Anfang sehr bedacht darauf, dass alle regenfeste Kleidung haben. Sehr gut wenn man in kleinen Zelten ohne Trockenmöglichkeit, und fernab der Ziwilisation.

Die Natur meist Menschenleer und mit sehr abwechslungsreicher Vegetation bis hin zur Wildnis. An einem leider sehr regnerischen Tag durchritten wir Buchenwälder, die man bei uns nicht mehr kennt. So alte, große Bäume wie im Märchen.  Manchmal trafen wir Bauern, die wie nach dem Krieg noch mit Pferdefuhrwerken unterwegs waren, und so beispielsweise das Heu transportierten.

Bis auf den letzten Tag, liefen die Pferde bei der Rast bis auf drei die angebunden waren einfach frei herum, und waren morgens zum Glück immer noch da. Beim Rasten machten es manche auch so, und es gab kein Stampede, nur mal ein wälzendes Pferd, was mit Gepäck natürlich blöd ist…

Jeden Abend hervorragende Suppe oder Eintopf vom Lagerfeuer, das sich immer noch steigerte und sehr abwechslungsreich und immer lecker war und Schnaps. Man gewöhnt sich auch nach anfänglicher Gegenwehr dran. 

Ein bischen Bärentheater für die Touristen und damit verbundene Nachtwachen machten die Sache teilweise nicht gerade erholsam. Eindrucksvoll war es trotzdem, in einem Land das trotz EU Zugehörigkeit scheinbar immer noch im Sozialismus lebt. www.hipparion.ro